Wir stellen uns vor – Rehkitzrettung Wartau
Unser Team
Wir sind ein engagiertes und hoch motiviertes Team aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie zertifizierten Drohnenpilotinnen und -piloten, das sich mit grosser Leidenschaft für die Rehkitzrettung einsetzt.
Von Anfang Mai bis Anfang Juli sind wir in den frühen Morgenstunden im Einsatz und überfliegen mit Wärmebilddrohnen gezielt jene Flächen, die zuvor von den Landwirtinnen und Landwirten gemeldet wurden. Unsere Einsätze erfordern nicht nur technisches Know-how, sondern auch ein hohes Mass an Zeit und Einsatzbereitschaft, die unsere Teammitglieder nebst Beruf und Familie aufbringen.
Jedes gerettete Kitz ist für uns zugleich Ansporn und Bestätigung – es motiviert uns jeden Tag aufs Neue, in den frühen Morgenstunden aufzubrechen und die Wiesen mit grösster Sorgfalt abzusuchen.
Unser Team besteht aktuell aus neun ausgebildeten Drohnenpilotinnen und -piloten sowie rund 20 engagierten Helferinnen und Helfern.
Vorstand

Armin Nef
Präsident

Stefan Tresch
Vizepräsident / Aktuar

Daniel Zogg
Kassier

Matthias Wagner
Chef Technik
Verein Rehkitzrettung Wartau
Entstehung und Gründung
Nachdem wir über viele Jahre hinweg Landwirtinnen und Landwirte mit klassischen Vergrämungsmethoden unterstützt hatten, begannen wir bereits während der Mähsaison 2019 intensiv darüber nachzudenken, wie wir unsere Arbeit effektiver gestalten könnten. Eine kurze Internetrecherche brachte uns auf die damals noch neue Methode zur Rehkitzrettung mittels Drohnen mit integrierten Wärmebildkameras.
Da die Technologie in diesem Bereich in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht hatte, entschieden wir uns, diesen innovativen Ansatz ebenfalls zu verfolgen.
Im Sommer 2019 machten wir unser Vorhaben im Rahmen eines Crowdfundings einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Dank der grosszügigen Spenden konnten wir drei Drohnen anschaffen und unsere Idee in die Tat umsetzen.
Um die Einsätze effizient zu koordinieren und nachhaltig zu organisieren, gründeten wir im November 2019 den Verein Rehkitz-Rettung Wartau. Die Resonanz war überwältigend: Zahlreiche Personen zeigten Interesse, sich aktiv an der Suche nach Rehkitzen zu beteiligen. Bereits im ersten Jahr gelang es uns, ausreichend Drohnenpilotinnen und -piloten sowie Helferinnen und Helfer für unsere drei Drohnenteams zu gewinnen. Mit den damals verfügbaren Ressourcen konnten wir rund die Hälfte des Gemeindegebiets von Wartau abdecken.
In den Folgejahren wuchs der Verein kontinuierlich weiter. Unser erklärtes Ziel war es von Beginn an, die Rehkitzrettung flächendeckend in der gesamten Gemeinde Wartau durchführen zu können. Durch den stetigen Zuwachs an engagierten Helferinnen und Helfern sowie der Anschaffung von zwei weiteren Drohnen konnten wir dieses Ziel bereits zur Saison 2021 erreichen. In der Saison 2024 waren wir an Spitzentagen mit bis zu sechs Drohnenteams gleichzeitig im Einsatz.
Vergleich Wärmebildkamera zu optischer Kamera
Dank der integrierten Wärmebildkamera in unseren Drohnen, identifizieren wir zunächst potenzielle Wärmepunkte im Gelände. Im Anschluss prüfen wir mit der optischen Kamera, ob es sich tatsächlich um ein Rehkitz handelt oder lediglich um ein leeres Nest, einen Stein oder andere Wärmequellen.
Drohne früher/heute
Deutliche Vereinfachung durch moderne Drohnentechnologie
Der technische Aufwand für unsere Einsätze hat sich in den letzten Jahren erheblich reduziert.
Früher arbeiteten wir mit Drohnen ohne integrierte Wärmebildkamera. Stattdessen musste eine externe Kamera angebracht werden, die nicht schwenkbar war. Die Wärmebildübertragung erfolgte analog auf externe Monitore am Boden – mit entsprechend eingeschränkter Bildqualität. Zudem musste jedes Feld im Voraus mithilfe der Litchi-Software exakt programmiert werden. Die Flüge erfolgten automatisiert nach festgelegten Wegpunkten, was zeitintensiv und wenig flexibel war.
Heute nutzen wir moderne Drohnen mit integrierter, schwenkbarer Wärmebildkamera und digitaler Bildübertragung in Echtzeit – ganz ohne zusätzliches Equipment. Dank der Möglichkeit zum manuellen („freihändigen“) Flug sind aufwendige Flugroutenplanungen überflüssig geworden.
Das Ergebnis: Wir sind deutlich flexibler, effizienter und schneller in der Rehkitzsuche – mit einem Bruchteil des früheren Aufwands.
Ausrüstung
- Handschuhe: Rehkitze dürfen niemals mit blossen Händen berührt werden, um eine Geruchsübertragung zu vermeiden.
- Holzkisten: Zur sicheren und stressfreien Zwischenunterbringung der entdeckten Kitze.
- Spanngurte: Zum Sichern der Kisten – auch junge Rehkitze verfügen bereits über erstaunliche Kraft.
- Markierungspfosten: Zur Kennzeichnung des genauen Standorts der gesicherten Tiere auf der Wiese.
- Drohne: DJI Mavic 2 Enterprise Advanced und DJI Mavic 3 Thermal zur Lokalisierung der Rehkitze im hohen Gras






