Die Gefahr durch Mähmaschinen
Keine einfache Aufgabe
Auf den ersten Blick mag es einfach erscheinen, ein Rehkitz in einer Wiese zu entdecken – in der Praxis ist dies jedoch nahezu unmöglich. Um die Bedeutung des Drohneneinsatzes zu verdeutlichen, haben wir nachfolgend einige Informationen zusammengestellt. Dabei sei erwähnt, dass die Thematik rund um Mähtechnik und Landwirtschaft deutlich umfangreicher ist und hier nur auszugsweise dargestellt werden kann.
Unabhängig davon, ob es sich um die Gras-, Silage- oder Heuernte handelt: Von Anfang Mai bis Ende Juni – also während der Setzzeit – sind neugeborene Rehkitze durch unterschiedliche Mähverfahren massiv gefährdet.
Motormäher in Hanglagen
In Hang- und Berglagen wird häufig ein Motormäher zum An- oder Vormähen eingesetzt. Obwohl diese Maschinen vergleichsweise klein und langsam sind, ist es selbst hier für Landwirtinnen und Landwirte nahezu unmöglich, ein regungslos im hohen Gras liegendes Kitz rechtzeitig zu erkennen. Besonders kritisch: Rehgeissen platzieren ihren Nachwuchs oft genau in Randbereichen von Wiesen – etwa in der Nähe von Waldrändern –, wo Motormäher typischerweise zum Einsatz kommen.
Leistungsstarke Mähwerke auf der Hauptfläche
Für die grossflächige Mahd nutzen Landwirtinnen und Landwirte moderne Mähwerke, die am Traktor angebracht sind. Diese Geräte arbeiten mit Geschwindigkeiten von bis zu 12–15 km/h oder mehr und verfügen oft über Arbeitsbreiten von über sechs Metern. Bei diesen Bedingungen ist es aus dem Führerhaus nahezu unmöglich, ein Kitz im Gras rechtzeitig zu entdecken.
Gefährliche Kombination: Geschwindigkeit, Breite und scharfe Messer
Die Kombination aus hoher Fahrgeschwindigkeit, grosser Mähbreite und scharfen Schneidwerken stellt eine akute Gefahr für jedes unentdeckte Kitz dar. In solchen Situationen kann, durch den gezielten Drohneneinsatz vor dem Mähen, Leben gerettet werden.
Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
Durch die enge und kooperative Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Rehkitzrettung lassen sich viele Kitze vor dem sicheren Tod bewahren. Gleichzeitig ermöglicht diese Partnerschaft den Landwirtinnen und Landwirten, ihre Wiesen mit einem guten Gefühl und im Einklang mit dem Tierschutz zu bewirtschaften.





